Lernen als Chance – Bildung in Nigeria

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Reisebericht: Bildung als Hoffnung – Mein Besuch an der Emeakarohafoundation School in Nigeria!

Im Jänner der Jahre 2023 bis 2025 hatte ich die Gelegenheit, die von Pfarrer Emeka Emeakaroha gegründete Emekarohafoundation School in Nigeria zu besuchen. Über mehrere Aufenthalte hinweg dokumentierte ich mit meiner Kamera die beeindruckende Arbeit, die hier täglich mit Herz, Mut und Vision geleistet wird.

In Nigeria gibt es keine allgemeine Schulpflicht. Nur Kinder, deren Eltern das Schulgeld bezahlen können, dürfen eine Schule besuchen. Doch genau hier setzt die Initiative von Emeka an: Mit nur 100 Euro pro Jahr ermöglichen österreichische Pateneltern einem Kind den Zugang zu Bildung – und damit die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft.

Ich durfte miterleben, mit wie viel Hingabe die Lehrer*innen dieser Schule arbeiten. Ob im Unterrichtsraum beim Schreiben und Rechnen, im Biologieraum mit Anatomiemodellen oder im IT-Raum mit einfachen Computern – überall war spürbar, wie ernst Bildung hier genommen wird. Trotz einfacher Ausstattung ist die Atmosphäre von Neugier, Respekt und Gemeinschaft geprägt.

Eine besonders schöne Erfahrung war es zu sehen, wie stolz die Kinder ihre Schuluniform tragen. Die Uniform ist nicht nur Kleidung – sie ist ein Symbol ihrer Zugehörigkeit zur Schule, ein Zeichen von Hoffnung und Stolz. Und was mich besonders beeindruckt hat: Die Schuluniformen werden direkt vor Ort von eigenen Schneider*innen der Schule angefertigt. Das stärkt nicht nur die Identifikation mit der Schule, sondern schafft auch lokale Arbeitsplätze und fördert handwerkliche Fähigkeiten.

Die Klassenzimmer sind einfach, die Möbel bunt und teils handbeschriftet, aber die Begeisterung der Kinder überstrahlt jede äußere Schlichtheit. Auch beim Schulschluss, auf dem Hof, war der Zusammenhalt und die Lebensfreude der Kinder spürbar – sie lachen, winken, tragen ihre Rucksäcke und Schulhefte mit Stolz.

Ein besonders bewegender Moment war die Übergabe von Taschenrechnern an die älteren Schüler*innen. Ihre strahlenden Gesichter machten deutlich, welch große Bedeutung selbst kleine Lernhilfen für sie haben – sie wurden mit Dankbarkeit und einem Gefühl der Wertschätzung entgegengenommen.

Diese Fotoserie ist meine Art, zu zeigen, wie weitreichend und wirkungsvoll Spenden eingesetzt werden können. Sie zeigt nicht nur Gebäude und Unterricht – sondern vor allem: Menschen. Gesichter. Hoffnung!

Ich wünsche mir, dass diese Bilder viele weitere Menschen berühren – und vielleicht sogar motivieren, selbst einen kleinen Beitrag zu leisten. Denn Bildung ist nicht nur ein Schlüssel – sie ist ein Anfang.